Branche · Logistik und Transport

Ohne Ablieferbeleg keine Rechnung. Und der liegt im Fahrerhaus.

In der Logistik hängt der komplette Zahlungslauf an einem Stück Papier, das durch halb Europa fährt. Wer den Ablieferbeleg am Abladetag im System hat, rechnet Tage früher ab.

BundesweitMobil erfassenAuch für Fuhrparks ab zehn Fahrzeugen

Was wir hören

Drei Sätze aus Speditionen

Der Ablieferbeleg ist noch unterwegs.

Der Auftrag ist erledigt, der Kunde zufrieden — aber die Rechnung geht erst raus, wenn der unterschriebene Beleg im Büro ankommt. Das dauert bei Fernverkehr gern eine Woche.

So lösen wir das: Der Fahrer fotografiert den unterschriebenen Beleg direkt an der Rampe. Das Bild hängt am Auftrag, bevor der LKW wieder anfährt. Abgerechnet wird noch am selben Tag.
Bei Reklamationen finden wir den CMR nicht.

Frachtbrief, Palettenschein, Temperaturprotokoll, Schadensfoto — alles an unterschiedlichen Orten. Bei einer Schadensmeldung nach drei Monaten wird es schwierig.

So lösen wir das: Alle Dokumente zu einer Sendung liegen zusammen, auffindbar über Sendungsnummer, Kunde oder Kennzeichen. Auch das Foto vom Schaden.
Lenk- und Ruhezeiten prüfen wir sporadisch.

Die Daten liegen im Tachografen, die Arbeitszeitaufzeichnung nach Arbeitszeitgesetz macht das aber nicht überflüssig. Bei einer Prüfung fällt die Lücke auf.

So lösen wir das: Getrennte, aber verbundene Erfassung: Lenkzeiten aus dem Tacho, Arbeitszeiten aus dem System. Beides auswertbar, beides aufbewahrt.

Was sich konkret ändert

Vier Stellen, an denen es spürbar wird

Ablieferbelege am Abladetag

Foto per Handy, automatisch der Sendung zugeordnet. Der Umweg über die Fahrermappe entfällt — und mit ihm fünf bis acht Tage Wartezeit.

Schneller Zahlungseingang

Wer am Abladetag abrechnet statt eine Woche später, verbessert die Liquidität spürbar — ohne einen einzigen Auftrag mehr zu fahren.

Sendungsakte statt Suchspiel

Auftrag, Frachtbrief, Ablieferbeleg, Schadensfotos, Mailverkehr. Volltextsuche auch über gescannte Dokumente.

Fahrer- und Werkstattzeiten

Arbeitszeiten der Fahrer, Werkstatt und Lager getrennt erfasst und ausgewertet, mit den Grenzen aus dem Arbeitszeitgesetz.

Was in der Logistik zusätzlich gilt

Neben den allgemeinen Pflichten

ThemaWorum es gehtWorauf es ankommt
Frachtbrief / CMRNachweis über Übernahme und AblieferungLesbares, vollständiges Exemplar mit Unterschrift und Zeitstempel
Lenk- und RuhezeitenVO (EG) 561/2006, TachografendatenRegelmäßiges Auslesen und Archivieren, getrennt von der Arbeitszeit
ArbeitszeitArbZG und MiLoGBeginn, Ende, Dauer — auch für Fahrer, nicht nur Lenkzeit
GefahrgutADR-BegleitpapiereDokumente müssen der Sendung eindeutig zuzuordnen sein
Aufbewahrung§ 147 AO, § 257 HGBFrachtbriefe als Geschäftsbriefe sechs Jahre, Buchungsbelege acht Jahre

Wie so ein Projekt abläuft

Drei Schritte

1

Einen Verkehr auswählen

Nicht den ganzen Fuhrpark. Eine Relation oder ein Kunde, vier Wochen lang. Dort zeigt sich, ob die Erfassung an der Rampe wirklich funktioniert.

2

Die Fahrer fragen, nicht die Disposition

Ob eine App im Alltag benutzt wird, entscheidet sich an der Rampe bei Regen, nicht am Schreibtisch. Wir holen das Urteil dort ab, wo es zählt.

3

Ausrollen und anbinden

Erst wenn es trägt, kommen die weiteren Verkehre dazu — und die Anbindung an Ihr Transportmanagementsystem.

Häufige Fragen

Was uns am häufigsten gefragt wird

Funktioniert das mit unserem Transportmanagementsystem?

Das hängt vom System ab. Viele TMS haben eine Schnittstelle oder wenigstens einen Export. Nennen Sie uns das konkrete System, dann sagen wir Ihnen, ob eine Anbindung existiert — und wenn nicht, auch das.

Unsere Fahrer sprechen teils kein Deutsch.

Das ist ein echter Punkt. Achten Sie darauf, dass die App mehrsprachig ist und mit Symbolen statt mit Texten arbeitet. Wo das fehlt, wird sie nicht benutzt — unabhängig vom Anbieter.

Ersetzt das Foto vom Ablieferbeleg das Original?

Für die Abrechnung reicht es in der Regel. Für die steuerliche Aufbewahrung kommt es darauf an, ob Sie ersetzend scannen — dazu braucht es eine Organisationsanweisung und eine Kontrolle. Die Punkte stehen auf unserer GoBD-Checkliste.

Wie ist das mit den Tachografendaten?

Die müssen regelmäßig ausgelesen und archiviert werden, und sie ersetzen die Arbeitszeitaufzeichnung nicht. Lenkzeit ist nur ein Teil der Arbeitszeit — Be- und Entladen, Wartezeiten und Werkstattzeiten gehören dazu.

Wir haben zwölf Fahrzeuge. Ist das zu klein?

Nein. Gerade bei kleineren Fuhrparks ist der Effekt auf die Liquidität oft am deutlichsten, weil jeder Tag frühere Rechnungsstellung unmittelbar spürbar ist.

Wie lange dauert bei Ihnen der Weg vom Abladen bis zur Rechnung?

Wenn Sie es nicht genau wissen, ist das die erste Zahl, die wir gemeinsam ermitteln. Dreißig Minuten, kostenlos, ohne Vorführung.

Verständlich erklärt, mit Quellenangabe und ohne Verkaufstext.

Etwas nachzuschlagen, das fehlt? Schreiben Sie uns, wir ergänzen es.

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