Digitalbonus Bayern · Stand September 2026
Bekommen Sie den Digitalbonus?
Bis zu 50 Prozent Zuschuss, im Standard bis 7.500 Euro. Der häufigste Grund für eine Absage ist nicht die Größe des Unternehmens, sondern die Reihenfolge: Wer zuerst beauftragt und dann den Antrag stellt, bekommt nichts.
Digitalbonus-Check · 8 Fragen · etwa 3 Minuten
Acht Fragen entlang der offiziellen Fördervoraussetzungen. Das Ergebnis sehen Sie sofort, ohne Eingabe von Daten.
Die Voraussetzungen
Wer gefördert wird — und wer nicht
Vier Bedingungen entscheiden. Erfüllt ein Unternehmen eine davon nicht, hilft auch das beste Vorhaben nicht weiter.
| Bedingung | Was gefordert ist | Häufiger Stolperstein |
|---|---|---|
| Betriebsstätte | Eine Betriebsstätte im Freistaat Bayern. | Sitz in einem anderen Bundesland mit bayerischer Niederlassung: hier lohnt die genaue Prüfung. |
| Unternehmensgröße | Weniger als 50 Beschäftigte in Vollzeitäquivalenten und höchstens 10 Mio. Euro Jahresumsatz oder Jahresbilanzsumme. | Teilzeitkräfte werden umgerechnet. Maßgeblich ist das Jahr des letzten Jahresabschlusses. |
| Vorhaben nicht begonnen | Keine rechtsverbindliche Bestellung, kein erteilter Auftrag. | Der mit Abstand häufigste Ausschlussgrund. Angebote einholen ist erlaubt, unterschreiben nicht. |
| Mindestvolumen | Ab 4.000 Euro zuwendungsfähigen Ausgaben. | Einzelne kleine Maßnahmen fallen durch. Bündeln hilft. |
| De-minimis | Höchstens 300.000 Euro De-minimis-Beihilfen in drei Jahren, für die gesamte Unternehmensgruppe. | Wird oft vergessen, wenn im Konzernverbund andere Förderungen liefen. |
| Antragsweg | Online-Antrag über das ELSTER-Unternehmenskonto, nur durch das Unternehmen selbst. | Ein Dienstleister kann den Antrag nicht für Sie stellen. Das Zertifikat muss gültig sein. |
Als Beginn des Vorhabens gilt bereits eine rechtsverbindliche Bestellung oder ein erteilter Dienstleistungsauftrag. Angebote einholen und planen dürfen Sie. Nach der Bestätigung über den Antragseingang dürfen Sie auf eigenes Risiko starten — vorher nicht.
Der Ablauf
Wie ein Antrag praktisch läuft
Die Anträge werden nicht nach Windhundverfahren über das ganze Jahr verteilt, sondern über ein festes Monatskontingent.
Vorhaben beschreiben und Angebot einholen
Sie brauchen eine Leistungsbeschreibung und mindestens ein Angebot eines externen Dienstleisters. Das erstellen wir Ihnen so, dass es zum Antrag passt.
Unterlagen und Kennzahlen zusammenstellen
Beschäftigte in Vollzeitäquivalenten, Jahresumsatz, Jahresbilanzsumme, De-minimis-Bescheinigungen der Gruppe, Finanzierungsplan.
ELSTER-Unternehmenskonto prüfen
Der Antrag läuft ausschließlich über ELSTER. Ist kein gültiges Zertifikat vorhanden, kostet das einige Tage — planen Sie das vor dem Antragstag ein.
Am ersten Werktag des Monats ab 10:00 Uhr beantragen
Pro Monat steht ein festes Kontingent zur Verfügung. Ist es ausgeschöpft, geht es im Folgemonat weiter. Samstage zählen nicht als Werktag.
Eingangsbestätigung abwarten, dann beauftragen
Erst nach der Bestätigungsmail darf das Vorhaben starten — und zwar auf eigenes Risiko, denn eine Bewilligung ist damit noch nicht ausgesprochen.
Umsetzen, nachweisen, abrechnen
Nach Abschluss weisen Sie die Ausgaben nach. Wir liefern die Unterlagen so, dass sie zur Bewilligung passen.
Was Sie vorbereiten müssen
Die Unterlagen-Checkliste
Diese Liste schicken wir Ihnen nach dem Check auch als PDF zu.
- Anzahl der Beschäftigten in Vollzeitäquivalenten, Stand des letzten Jahresabschlusses
- Jahresumsatz und Jahresbilanzsumme aus dem letzten Jahresabschluss
- Handelsregisterauszug beziehungsweise Nachweis über die Rechtsform
- De-minimis-Bescheinigungen der gesamten Unternehmensgruppe aus den letzten drei Jahren
- Finanzierungsplan für das Vorhaben
- Angebot oder Angebote externer Dienstleister mit Leistungsbeschreibung
- Gültiges ELSTER-Unternehmenskonto mit Zertifikat
- Beschreibung des Vorhabens: Ausgangslage, geplante Lösung, erwarteter Nutzen
Angebot einholen — Antrag stellen — Eingangsbestätigung abwarten — beauftragen. Wer diese Reihenfolge einhält, hat den mit Abstand häufigsten Ablehnungsgrund bereits ausgeschlossen.
Häufige Fragen
Was uns am häufigsten gefragt wird
Wie hoch ist die Förderung genau?
Der Digitalbonus Standard fördert bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, höchstens 7.500 Euro. Berücksichtigt werden dabei Ausgaben bis 150.000 Euro. Der Digitalbonus Plus richtet sich an Vorhaben mit besonderem Innovationsgehalt und fördert ebenfalls bis zu 50 Prozent, höchstens 30.000 Euro.
Wir haben gehört, es gäbe 10.000 Euro. Stimmt das nicht mehr?
Diese Zahl ist überholt. Nach der aktuellen Förderrichtlinie liegt der Höchstbetrag im Standard bei 7.500 Euro und im Plus bei 30.000 Euro.
Wann ist die nächste Antragsrunde?
Anträge sind jeweils am ersten Werktag eines Monats ab 10:00 Uhr möglich, solange das Monatskontingent reicht. Samstage zählen nicht als Werktag. Das aktuelle Datum steht immer auf der offiziellen Antragsseite des Programms — wir schauen im Gespräch gemeinsam darauf.
Können Sie den Antrag für uns stellen?
Nein, und das darf niemand. Der Antrag läuft über das ELSTER-Unternehmenskonto und kann nur vom Unternehmen selbst gestellt werden. Was wir tun: Vorhaben beschreiben, Angebot und Leistungsbeschreibung liefern, die Unterlagenliste durchgehen und daneben sitzen, wenn Sie das Formular ausfüllen.
Wie lange läuft das Programm noch?
Die Förderrichtlinie ist bis zum 31. Dezember 2027 befristet.
Wir sitzen nicht in Bayern. Gibt es etwas Vergleichbares?
Bundesweit ist der ERP-Förderkredit Digitalisierung der KfW der übliche Weg — ein zinsgünstiger Kredit, der über die Hausbank beantragt wird, ebenfalls vor Vorhabenbeginn. Für Beratungsleistungen läuft die BAFA-Förderung noch bis Ende 2026. Die früheren Bundesprogramme go-digital und Digital Jetzt sind ausgelaufen.
Quellen und Stand: Digitalbonus Bayern — Förderprogramm · Digitalbonus Bayern — Antragstellung · Digitalbonus Bayern — Häufige Fragen · Förderdatenbank des Bundes
Antrag gemeinsam vorbereiten
Wir liefern Angebot und Leistungsbeschreibung in der Form, die der Antrag verlangt, und gehen die Unterlagenliste mit Ihnen durch. Das Gespräch kostet nichts.
Wir sind kein Fördermittelberater und rechnen keine Erfolgsprovision ab. Wir kennen das Verfahren, weil wir es regelmäßig begleiten.

