Warum „papierlos“ mehr ist als Digitalisieren von Belegen
Viele Unternehmen scannen bereits ihre Belege ein – und glauben, damit sei die Buchhaltung digitalisiert. Tatsächlich ist das Einscannen nur der erste Schritt. Papierlose Buchhaltung bedeutet, dass der gesamte Beleglauf – von Eingang über Prüfung, Kontierung, Freigabe bis Archivierung – ohne Medienbruch digital abläuft.
Die typischen Etappen der Umstellung
- Digitalisierung des Bestands: Vorhandene Papierbelege werden eingescannt und mit Metadaten versehen.
- Digitaler Ersteingang: Neue Belege kommen möglichst direkt digital an – per E-Mail, Portal-Upload oder künftig zunehmend als E-Rechnung.
- Digitale Prüfung und Freigabe: Statt Papier mit Stempeln durchs Haus zu tragen, läuft die Freigabe über ein digitales Workflow-System – ortsunabhängig, mit Vertretungsregelungen und Erinnerungsfunktion.
- Digitale Archivierung: Belege werden GoBD-konform, revisionssicher und für die gesetzliche Aufbewahrungsfrist von zehn Jahren gesichert.
Der Mehrwert für die Buchhaltung
Ist der Prozess einmal durchgängig digital, entfallen viele der klassischen Reibungspunkte: kein Suchen nach verlegten Belegen, keine Verzögerung durch Urlaub oder Krankheit einzelner Kolleginnen und Kollegen, keine doppelte Dateneingabe zwischen Excel-Listen und Buchhaltungssoftware.
Wo E-Rechnung und DMS zusammenspielen
Mit der wachsenden E-Rechnungspflicht wird papierlose Buchhaltung ohnehin zur Notwendigkeit. E-Rechnung und DocuWare von BES Software greifen dabei ineinander: Eingehende E-Rechnungen werden automatisch verarbeitet, archiviert und stehen für die Auswertung sofort bereit – ganz ohne Papierstapel auf dem Schreibtisch.
Ein realistischer Zeitplan
Die vollständige Umstellung gelingt selten über Nacht. Realistisch ist ein gestaffeltes Vorgehen: zunächst den Rechnungseingang digitalisieren, dann die Freigabe-Workflows aufbauen, zuletzt die Altbestände nachträglich einpflegen. So bleibt der laufende Betrieb während der Umstellung stabil.
Fazit
Papierlose Buchhaltung ist kein einmaliges Projekt, sondern ein durchgängiger Prozess – wer ihn konsequent digital denkt, statt nur Papier durch PDF zu ersetzen, gewinnt spürbar an Effizienz.

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